Berufsasthma: Wer ist gefährdet?


Nicht immer gehen Allergien voraus
Berufsasthma: Wer ist gefährdet?

Zwei Studien, das gleiche Ergebnis: Bestimmte Berufe erhöhen das Asthma-Risiko. Arbeitnehmer der gefährdeten Berufsgruppen sollten sich regelmäßig untersuchen lassen, raten die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Friseure, Landwirte und Handwerker gefährdet

Eine schwedische Studie mit 13.000 Teilnehmern ergab: Reinigungspersonal, Friseure und Mitarbeiter von Nagelstudios haben ein erhöhtes Asthma-Risiko. Asthmagefährdet sind außerdem Maler, Installateure, Arbeiter in der Nahrungsmittel- und Tabakproduktion sowie Mitarbeiter im Gesundheits- und Sozialwesen. „Eine Studie mit über 7400 Erwachsenen in Großbritannien hat ergeben, dass insbesondere Landwirte, Druckereiarbeiter und Friseure gefährdet sind, neu an Asthma zu erkranken“, berichtet Prof. Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der DGP. Bestimmte Chemikalien, mit denen diese Berufsgruppen häufig in Kontakt kommen, erhöhen das Asthma-Risiko. Dazu zählen Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Metalle, Kleb- und Farbstoffe, Mehl, Eiweißstoffe aus Pflanzen sowie Reinigungs- und Desinfektionsmittel.

Nicht selten: Asthma ohne Allergie

Die schwedische Studie legt nahe, dass Menschen mit Heuschnupfen besonders empfindlich auf tierische Eiweiße reagieren und deshalb bei regelmäßigem Kontakt mit diesem Stoff, zum Beispiel in der Landwirtschaft, eher an Asthma erkranken. „Ein berufsbedingtes Asthma ist aber nicht immer Folge einer Allergie“, weiß Dr. Köhler. „Bestimmte chemische Stoffe können das Bronchialsystem so stark reizen, dass Asthma entsteht, ohne dass eine allergische Reaktion zugrunde liegt. Daher sind auch Nicht-Allergiker gefährdet, eine Neuerkrankung an Asthma zu erleiden, wenn sie beruflich bedingt täglichen Kontakt mit bestimmten Chemikalien haben.“

Beschwerden zeigen sich erst nach Jahren

Erste Beschwerden treten meist erst nach jahrelangem Kontakt mit dem asthmaauslösenden Mittel auf. Typischerweise bessern sich die Beschwerden während der arbeitsfreien Zeit, zum Beispiel im Urlaub. Um eine Erkrankung frühzeitig zu erkennen, rät die DGP Gefährdeten zu regelmäßigen Kontrollen beim Lungenarzt. „Arbeitnehmern der gefährdeten Berufsgruppen ist zu empfehlen, sich regelmäßig ärztlich untersuchen zu lassen, ob bei ihnen eine asthmatische Erkrankung vorliegt. Für Patienten ist die Identifikation des Asthma-Auslösers ganz wichtig. Denn nur wenn sie „ihren“ Auslöser konsequent vermeiden, können sie ihr Asthma effektiv behandeln und verhindern, dass es schlimmer und chronisch wird“, rät Dr. Köhler. In schweren Fällen kann dies einen Arbeitsplatzwechsel erfordern.

Vertrauen Sie unserer Kompetenz. Ihrer Gesundheit zuliebe!

Wir sind mehr als eine Apotheke, denn wir kümmern uns um Ihre Gesundheit, Ihre Schönheit, Ihre Wünsche und Ihre Fragen. „Einfach um Sie“!

Hier erfahren Sie mehr.....

News

Kaiserschnitt: Narbe mit Folgen
Kaiserschnitt: Narbe mit Folgen

Wenn die Narbe Probleme macht

Kaiserschnitte sind in Deutschland häufig. 2024 war jede dritte Geburt eine Kaiserschnittentbindung. Neben medizinischen Gründen spielen dabei auch Ängste und Lifestyle-Faktoren eine Rolle. Dass die durch den Kaiserschnitt entstandene Narbe dabei kein rein kosmetisches Problem ist, übersehen dabei viele.   mehr

Vit-D-Tabletten komplett auflösen!
Vit-D-Tabletten komplett auflösen!

Aufpassen bei Säuglingen

Für die gesunde Entwicklung von Zähnen und Knochen bekommen Säuglinge täglich Vitamin D. Wird es als Tablette verabreicht, heißt es aufpassen: Denn wenn sich die Tablette nicht vollständig auflöst, kann das Kind daran ersticken.   mehr

Im Sommer droht Gewitterasthma
Im Sommer droht Gewitterasthma

Wenn Atemnot in der Luft liegt

Gewitter und eine hohe Pollenbelastung sind eine gefährliche Kombination für Menschen mit Asthma oder andere allergischen Erkrankungen. Denn während des Unwetters und kurz danach droht ihnen ein Gewitterasthma.   mehr

Sonnenschutz für die Lippen
Frau trägt im Auto kosmetischen Lippenstift auf. Vor Sonnenbrand bewahren nur spezielle Sonnenschutz-Produkte.

Sonnenbrand-Gefahr nicht ignorieren

Sonnencreme gehört im Sommer für die meisten zur Grundausstattung. Doch kaum jemand denkt daran, auch die Lippen vor UV-Strahlung zu schützen. Dabei ist die empfindliche Lippenhaut ganz besonders gefährdet.   mehr

Warzen bekämpfen – so geht’s
Warzen bekämpfen – so geht’s

Lästiges Hautproblem

Warzen sind ein häufiges Problem. Vor allem Kinder und Jugendliche bringen sie gerne aus Hallenbädern und Gemeinschaftsduschen mit. Wie wird man sie am besten wieder los?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Mai

Das hilft Kindern mit Neurodermitis

Das hilft Kindern mit Neurodermitis

Haut schützen, Auslöser meiden

Mit starkem Juckreiz und oft deutlich sichtbaren Hautveränderungen belastet die Neurodermitis Kinder ... Zum Ratgeber
Viva Apotheke
Inhaberin Fatimzahra Echchami
Telefon 0211/55 04 26 80
Fax 0211/55 04 26 82
E-Mail service@viva-apotheke.com